
Beinahe alles und zu jeder Zeit ist möglich.
Na ja, nicht ganz. Aber wenn Du Lust auf einen Nähkurs hast, lässt sich was machen. Melde Dich einfach per Mail oder ruf an.

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Beinahe alles und zu jeder Zeit ist möglich.
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In der Zaubertüte ist die bedruckte Plane, auf die das Schnittteil für das Portemonnaie gleich aufgedruckt ist, ein Kam Snap und eine bebilderte Anleitung.
Kein Vorzeichnen, kein Schnittmuster, das verrutscht, kein falscher Strich und die Stellen, an denen Ihr die Druckknöpfe montieren müsst, sind auch schon markiert.
Ihr könnt also gleich loslegen.
Und beim Portemonnaie gibt’s noch ein witziges Lesezeichen mit dazu.
Wer aber lieber einen Planenrest, ein Stück Wachstuch oder SnapPap verarbeiten möchte, bekommt hier das Gratis Schnittmuster fürs Portemonnaie als kostenlosen Download.

Und so wird das Portemonnaie genäht:Du brauchst:
Eine Zaubertüte, dann hast Du die Plane, passenden Kam Snap und ein Stück Kreppband
oder
32 x 20 cm PVC-Plane
1 Stück Kreppband
1 Kam Snap (Kunststoff-Druckknopf, besteht aus 4 Teilen)
Außerdem brauchst Du noch: eine Kam Snap-Zange und einen Vorstecher
Nähgarn
Nähmaschine (am besten mit Microtex-Nadel Stärke 80)
Schere, Cuttermesser & Unterlage
1 Ausschneiden: Das Portemonnaie besteht aus einem Teil, mit Markierungen für das Kartenfach und die Kam Snaps-Teile (Druckknopfteile). Ein paar Tipps zur Verarbeitung von PVC-Plane findest Du hier <klick>. Für alle Nähte gilt: Nahtanfang und ‑ende musst Du sichern, indem Du einige Stiche hin- und hernähst, also „verriegelst“. Mehr dazu findest Du im Nählexikon unter Verriegeln <klick>.

2 Kartenschlitz einschneiden: Genau entlang der Markierungslinie, schneidest Du den Kartenschlitz mit Cuttermesser und Lineal ein. Der Schlitz geht bis ziemlich nah an den Rand (bis auf 3 mm und auf keinen Fall weiter), damit die Karte gut reinpasst.


3 & 4 Kam Snaps montieren: Stanze oder stich an den markierten Stellen Löcher für die Kam Snaps. Die glatten Abdeckteile mit dem Pin steckst Du von der weißen Planenseite aus durch die Löcher. Die „Funktionsteile“ werden auf der bedruckten Planenseite aufgesteckt und dann die Teile mit der Zange zusammengepresst. Auf den kleinen Bildausschnitten unten kannst Du sehen, wie rum die Funktionsteile aufgesteckt werden müssen. Roll die Plane ein bisschen auf, damit Du mit der Zange an die gewünschte Stelle kommst. Dein Teil sollte anschließend so aussehen, wie Du es auf Bild 4 siehst.


5 Kartenfach einklappen: Die rechteckige Seite des Planenteils wird eingeklappt, sodass das Kartenfach entsteht. Bei manchen Designs hat die Innenseite des Kartenfachs ein anderes Muster, dann kannst Du die Plane einfach da umklappen, wo das Muster wechselt. Ansonsten klappst Du das Teil so weit um, dass oberhalb der umgeklappten Kante noch 8 mm weiße Plane zu sehen sind, bevor das Teil breiter wird.


6 Orientierungshilfe: Die Naht wird meistens von oben, also an der Seite, an der die Nadel einsticht, schöner. Deshalb hab ich das Teil so unter die Nähmaschine gelegt, dass die spätere Außenseite nach oben zeigt. Dann sehe ich allerdings die Kante des Kartenfachs nicht, die ich absteppen möchte. Deshalb hab ich mir zur Orientierung ein Stück Kreppband auf die Plane geklebt.
7 Kartenfach absteppen Die drei offenen Seiten des Kartenfachs steppst Du knapp, d. h. mit etwa 2 bzw. 3 mm Abstand zur Kante, ab. Beginne mit der Naht, wie es in Bild 6 eingezeichnet ist. An der rechten Kante kannst Du das Ende des Kartenfachs auf der Unterseite gut sehen: Du nähst bis ca. 3 mm vor das Ende des Fachs.


8 Dann lässt Du die Nadel in der Plane stecken, hebst das Füßchen an, drehst die Plane um 90°, senkst das Füßchen wieder und nähst in gleichmäßigem Abstand am Kreppband entlang. Näh bis auf ca. 2 mm an die Kante heran.…
9 …und wiederhole das Spielchen von eben: Nadel in der Plane stecken lassen, Füßchen anheben, Plane um 90° drehen, Füßchen wieder absenken und weiternähen, diesmal genau bis zur Kante, wo Du (wie bei allen Nahtanfängen und ‑enden) einige Stiche hin- und hernähst, um die Naht zu sichern.


10 Geldfach nähen: Jetzt wird die andere Seite umgeklappt, und zwar so, dass die bedruckte Seite innen liegt und die Kanten genau aufeinandertreffen. Näh die Kanten mit 0,75 cm Nahtzugabe zusammen, die kleinen Eckausschnitte am Knick bleiben offen.
11 Wenden: Das Wenden erfordert bei der Plane etwas mehr Kraftaufwand als bei Stoff. Aber keine Sorge, die Plane hält das aus. Ich achte nur immer darauf, die Schnittkanten an der Portemonnaieöffnung nicht zu sehr zu dehnen.











Ein 10 x 10 cm großer Walkrest reicht schon aus, damit das Theater losgehen kann. Die Viecher machen aber nicht nur als Fingerpuppen, sondern auch als Bewohner von Grußkarten eine gute Figur.
• Walk- oder Fleecereste (je Puppe ca. 10 x 10 cm)
• Perlen in Weiß, Ø ca. 4 mm (2 je Tier)
• Perlen in Schwarz, Ø ca. 2 mm (2 je Tier) und eine dünne Nähnadel, mit der Du die Perlen annähen kannst
• Nähgarn in Schwarz und Rot • Pinzette
• Für die Hasen, Katzen, Hunde und Mäuse: Perle in Rot, Ø 4 bis 5 mm (eine je Tier)
• Für die Hühner: Filz in Gelb und Rot, Orange oder Pink (für die Karten reicht der normale Bastelfilz, soll mit den Fingerpuppen gespielt werden, ist der Wollfilz besser, damit dem Huhn nicht die Federn ausfallen)
• Für eine Karte: naturfarbener Karton, ca. 170 g‑Karton, 30 x 20 cm (~ DIN A4)
• Grüner oder weißer Karton für die Sprechblase
• Packpapier, ca. 15 x 10 cm
• eventuell Rollschneider, Schneidelineal und Schneidematte (Benutz’ den Rollschneider nur, wenn Du eine Klinge für Stoff und eine für Papier hast.)
• Klebeband, Bleistift und Radiergummi
• doppelseitige Klebepads, ca. 2 mm dick
Die Schablonen für alle Tiere kannst Du ganz einfach runterladen und ausdrucken. Die Körper und Ohren schneidest Du aus Walk, den Schnabel aus gelbem Filz zu.
Für die Federn brauchst Du ein 3 x 3 cm großes Stück aus rotem Filz, das Du in kleinen Abständen (2 bis 3 mm) bis zur Hälfte einschneidest. Dazu gibt’s auch eine Skizze im Schnitt, falls Du Dir das jetzt nicht so gut vorstellen kannst.
1 und 2 Den Walkzuschnitt legst Du rechts auf rechts zur Hälfte und nähst die Seitenkanten füßchenbreit (= ca. 5 mm) aufeinander. Dann drehst Du den Körper um und schneidest die obere Kante rund ab.


3 und 4 Die „Federn“, also den eingeschnittenen roten Filz, faltest oder rollst Du so zusammen, dass das Bündel nur noch einen Zentimeter breit ist. Dann ziehst Du die Ohren oder Federn mithilfe der Pinzette in den Körper. Die Hundeohren ziehst Du so in den Kopf, dass sie an den Seiten runterhängen können, formst sie und nähst sie eventuell mit ein paar kleinen Handstichen fest.
















Die Viecher bleiben auch brav auf Bleistiftspitzen sitzen. Und wer sich gar nicht bremsen kann, produziert die Dinger im Dutzend, stülpt sie über Spielfiguren des „Hase, ärgere dich nicht“ – Spiels und bleibt gelassen.
Ich wünsch Euch viel Spaß und eine wunderbare Zeit.
Merken

Neben dem Video – das der ein oder anderen von Euch verständlicherweise nicht ganz so gut gefallen hat, weil das Gestichel nicht so klar zu erkennen ist – gibt es jetzt hier den Matratzenstich noch mal in einzelnen Zeichnungen, die hoffentlich keine Fragen mehr offen lassen.

Am Anfang vernähst Du den Faden innen an der Wendeöffnung auf der Nahtzugabe, damit man das hinterher von außen nicht mehr sieht. (Am Nadelkissen ist das etwas friemeliger als hier auf dem Bild…) Dann stichst Du genau am Beginn der Öffnung durch die Bruchkante von innen nach außen.
Anschließend drehst Du das Ganze um und nähst von außen, also von der rechten Seite, weiter. Genau auf der Höhe des Ausstichs stichst Du in die gegenüberliegende Bruchkante wieder ein, führst die Nadel ein kleines bisschen (ca. 3 mm) durch den Stoff und stichst dann wieder genau an der Bruchkante aus.


Das ist eigentlich schon der ganze Trick: Wieder genau auf Höhe des Ausstichs stichst Du in die gegenüberliegende Bruchkante ein, führst die Nadel wieder ein kleines Stückchen durch den Stoff und stichst erneut genau an der Bruchkante aus. Den Faden ziehst Du so fest an, dass die Bruchkanten aneinandergezogen werden. So sind hinterher nur die kleinen quer verlaufenden Stiche zwischen den Bruchkanten zu sehen.
Jetzt geht‘s wieder zur anderen Seite: Wieder auf gleicher Höhe in die Bruchkante rein, ein Stück zwischen den Stofflagen durch bis zum nächsten Ausstich usw.


Wenn Du Dich so bis zum Ende der Öffnung vorgearbeitet hast, stichst Du genau da aus, wo die beiden Stoffe zusammenstoßen, also direkt an/in der Naht. Um den Faden zu vernähen, stichst Du dann ein kleines Stück nach unten versetzt wieder in die Naht ein und ein Stück weiter oben wieder aus.
Drei oder vier Stiche zum Vernähen wären gut. Außerdem wird das Fadenende stabiler vernäht, wenn Du beim Vernähen auch mal die Richtung wechselst. Zum Schluss schneidest Du den Faden dicht am Stoff ab.

Hier geht es ums Heften und Stecken und um alles, was Dir hilft, den Stoff da zu halten, wo er hinsoll.Die gute alte Stecknadel leistet natürlich weiterhin gute Dienste. Und ist bei mir im Nähzimmer auch ständig im Einsatz. Ich stecke die Nadeln immer seitlich in den Stoff, also im rechten Winkel zu den Stoffkanten.
So kann ich die Nadeln beim Nähen leichter rausziehen (ich näh da nämlich nicht gerne drüber) und, wenn ich will und es geschickt ist, kann ich das Teil auch umdrehen und andersherum nähen und komme trotzdem noch an die Nadeln ran. Mehr Nadeln sind nicht immer unbedingt besser. Probier mal ein bisschen rum, wie viele Nadeln Du tatsächlich brauchst, vielleicht reichen ja auch etwas größere Abstände.


Wachstuch, Leder, SnapPap und einige andere Materialien mögen keine Nadeln. Falls es Dir überhaupt gelingen sollte, Nadeln durchzustechen, bleiben hinterher die Einstichstellen sichtbar. Und das ist nicht lustig. Aber, hier gibt es verschiedene Klammern, die das Problem lösen: Wonder-Clips heißen die, die man speziell im Nähbedarf bekommt.
Foldback-Klammern gibt es im Schreibwarenladen und wer gerade nicht das Passende zur Hand hat, kommt notfalls auch mit Wäscheklammern aus.
Wenn es ganz genau werden soll, ein bisschen knifflig ist, der Reißverschluss sich nur schwer feststecken lässt oder das Webband z. B. sehr genau in der Mitte eines Streifens sitzen soll, kannst Du zum Klebeband greifen.
Unter den Namen Stylefix oder Wonder-Tape gibt es Doppelklebeband speziell für Textilien. Das Band wird genauso verwendet wie „normales“ Doppelklebeband. Du ziehst den Streifen von der Rolle ab, dann klebt eine Seite schon, die andere ist noch durch Papier geschützt. Der Streifen kommt dahin, wo er was halten soll, Du ziehst das Schutzpapier ab und kannst Deine Lagen aufeinanderkleben. Falls es machbar ist, nähe ich nicht durch das Klebeband, damit auf keinen Fall Kleber an der Nadel hängen bleibt. Falls Du über den Kleber nähen musst, ist das auch nicht tragisch, Du solltest nur hinterher mal einen Blick auf die Nadel werfen.


Ich muss gestehen, dass Heft- oder Reihgarn bei mir eigentlich nur zum Markieren der Abnäher zum Einsatz kommt. Und ganz selten, wenn ich ein Teil provisorisch zur Anprobe zusammennähen möchte. Das Heftgarn ist nur lose gedreht, deshalb lässt sich auch noch gut wieder herausziehen, wenn man über und durch das Garn genäht hat: Es löst sich dabei einfach in die einzelnen Fasern auf.
Heftstich oder VorstichDas ist ein einfacher Stich, der von rechts nach links gearbeitet wird. Das Fadenende wird verknotet oder mit einem kleinen Stich gesichert. Dann stichst Du in gewünschtem Abstand zur Stoffkante in den Stoff ein, führst die Nadel unter dem Stoff ein Stück weiter nach links und stichst (mit gleichem Abstand zur Kante) wieder nach oben durch den Stoff aus. Das war’s schon. Diesen Schritt wiederholst Du einfach immer wieder.
Der Vorstich wird auch beim Quilten als Zierstich verwendet und mit buntem Stickgarn kann man mit dem Stich richtig schöne Dinge zustande bringen.